Das Programm Kompetenzagenturen
Den eigenen Berufsweg zu finden, ist für viele Jugendliche schwierig. Wenn dann noch schwierige Lebenslagen hinzu kommen wie fehlender Schulabschluss oder Ausbildungsabbruch, soziale und familiäre Probleme, Kriminalität oder individuelle Beeinträchtigungen kann der Übergang von der Schule in den Beruf für Jugendliche zu einem kaum lösbaren Problem werden.
Hier setzen die Kompetenzagenturen an. Sie unterstützen besonders benachteiligte Jugendliche dabei, ihren Weg in Beruf und Gesellschaft zu finden und befähigen sie zu einer eigenständigen Lebensführung.
Kompetenzagenturen bauen Brücken in die Zukunft, indem sie intensive Kooperationen mit der Jugendhilfe, der Grundsicherung für Arbeitssuchende, den Arbeitsagenturen und anderen wichtigen Partnern vor Ort entwickeln. Sie unterstützen die Jugendlichen durch ein maßgeschneidertes Case Management, das sich konsequent an ihrer Biografie ausrichtet. Und sie tragen dazu bei, die regionalen Angebotsstrukturen in der Benachteiligtenförderung zu optimieren.
Entwicklung des Programms
Die Grundzüge des Programms Kompetenzagenturen entstanden in einer Modellphase 2002 bis 2006. Ende 2006 wurde das Programm durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgeweitet. Im Rahmen einer ersten Auswahlrunde wurden ab November 2006 zunächst 144 Kompetenzagenturen gefördert. Mit einer zweiten Auswahlrunde im Juli 2007 wurde die Zahl der Standorte auf bundesweit über 200 ausgeweitet.
Das ESF-Programm Kompetenzagenturen wird in der neuen ESF-Periode 2007 - 2013 als Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fortgesetzt. Für die Weiterförderung waren ausschließlich die bisherigen Projektträger antragsberechtigt.





Werkstattbericht 2008