In der elektronischen Fallakte mpuls WASKA (Web-Applikation-Server für Kompetenzagenturen) werden durch die Case Manager bzw. Case Managerinnen neben persönlichen und soziodemographischen Daten der Teilnehmenden auch die individuellen Entwicklungen der jungen Menschen dokumentiert. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung, die vereinbarten Integrationspläne sowie Unterstützungsleistungen erfasst und evaluiert. Der Case Manager bzw. die Case Managerin vermerkt die Probleme der Jugendlichen und bewertet ihren sozialen und beruflichen Integrationserfolg.
mpuls WASKA
Im Rahmen des ESF-Programms Kompetenzagenturen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nutzen die Programmstandorte für ihre Arbeit eine elektronische Fallakte.
Ein Überblick über die Struktur der Fallakte sowie das ihr zu Grunde liegende Phasenmodell steht rechts zum Download bereit.
Die Fallakte dient darüber hinaus – unter Beachtung des Datenschutzes - auch dem Monitoring auf Ebene der Kompetenzagentur und der Programmsteuerung sowie der wissenschaftlichen Evaluation.
Datenschutz
Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch die Kompetenzagenturen und ggf. beteiligter Dritter darf grundsätzlich nur nach einer entsprechenden Einwilligungserklärung und ggf. einer Schweigepflichtentbindung des Jugendlichen / der Jugendlichen geschehen.
Die nötigen Erklärungen, welche den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes entsprechen, wurden in die webbasierte Version von WASKA integriert.
Entwicklung - vom wiederbeschreibbaren PDF-Dokument zu mpuls WASKA
Die Einführung der elektronischen Fallakte in 200 Kompetenzagenturen für eine Vielzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt einen komplexen Prozess dar. Um den Herausforderungen in den Kompetenzagenturen gerecht zu werden, wurde eine schrittweise Entwicklung mit regelmäßigen Optimierungen der Software angestrebt.
In der ersten Phase wurde den Kompetenzagenturen ein elektronisches PDF-Formular zur Verfügung gestellt, das einzelne Schritte des Case Management abbildet. Die Daten aus den PDF-Formularen konnten auf einen Internetserver überspielt werden.
Mit Bereitstellung der vollständigen programmeinheitlichen Dokumentationssoftware WASKA hatten und haben die Kompetenzagenturen uneingeschränkte Verfügung über ihre Daten, zum Beispiel für eigene Auswertungen. Wichtige Entwicklungen innerhalb dieser zweiten Phase waren zum einen die Auditierung des Datenschutzkonzeptes. Zum anderen wurde WASKA bzw. die technische Plattform „mpuls“ (computer-based-files) als freie Software lizenziert.
In einer dritten Phase wurde mpuls WASKA konzeptionell stark verbessert und für Auswertungszwecke optimiert. Dies geschah sowohl durch Anregungen aus der Praxis als auch durch Erfordernisse für eine solide ESF-Berichterstattung.
Derzeit befindet sich mpuls WASKA in einer vierten Phase, welche die fachliche Weiterentwicklung, die Zugänglichkeit für die wissenschaftliche Evaluation und die Anwenderfreundlichkeit weiter in den Mittelpunkt rückt.





WASKA Phasenmodell